Museum auf Erfolgswelle: Besucherzahl steigt stark

Hameln. Bis zu 150000 Euro hofft das Hamelner Museum von der Kulturstiftung des Bundes zu bekommen. Mit dem Geld soll in Hameln eine eigene Sonderausstellung erarbeitet werden, die zum Pfeifer-Tag im Jahr 2020 eröffnet werden könnte. Im Zentrum dieses Projekt steht der Rattenfänger.

Es wird aber nicht nur um die historische Figur des Pfeifers gehen. Vielmehr sollen, so Museumsleiter Stefan Daberkow, auch die politischen und gesellschaftlichen Verführungen weltweit durch „Rattenfänger“ und Demagogen zum Thema gemacht werden. Die Bewerbung für das Projekt ist raus, eine Förderzusage jedoch noch offen.

Wie Daberkow im Kulturausschuss erläuterte, soll die Sonderausstellung den Namen „Catching (the) Pied Piper – Im Bann des Rattenfängers“ tragen. Weil das Hamelner Museum die wohl größte Sammlung an internationalen Rattenfänger-Büchern besitzt, steckt hinter dem Projekttitel eine besondere Idee: Laut Stadtverwaltung könnte in den kommenden zwei Jahren unter Einbeziehung verschiedener Migrationsgruppen und „Communities“ aus Hameln „die internationale Rezeptionsgeschichte der Rattenfängersage, auch im Hinblick auf deren Gegenwartsrelevanz, aufgearbeitet werden“. Durch die Beteiligung der Hamelner Bürger an dem Projekt erhoffen sich die Macher, dass sich „Experten zum Thema Rattenfänger für den jeweiligen Kulturraum“ entwickeln. Neben der Frage der regionalen Identitätsstiftung stehe dabei insbesondere die internationale Dimension der Rattenfängersage im Mittelpunkt, heißt es in einer Mitteilung des Fachbereichs Kultur in der Verwaltung. Der städtische Eigenanteil für dieses Projekt liege bei maximal 15000 Euro. Dieses Geld sei durch den Etat des Museums gedeckt. Sagt die Kulturstiftung des Bundes die Förderung zu, so soll unter anderem auch eine auf eineinhalb Jahre befristete Projektstelle damit finanziert werden.