Engagement machtStadtteile lebenswert

Hameln. Erfolg für die Stadt Hameln: Die Verwaltung hat am Wettbewerb zur neuen Modellförderung „Gemeinwesenarbeit und Quartiersmanagement“ des Landes Niedersachsen teilgenommen und wurde als eines von 17 Projekten ausgewählt. Das Projekt „Hameln k.a.n.(n‘)s.“ setzt auf eine sich gegenseitig ergänzende Arbeitsteilung zwischen kommunalem Quartiersmanagement und lokaler, quartiersbezogener Gemeinwesenarbeit in den vier Stadtquartieren Kuckuck, Altstadt, Nordstadt und Südstadt.

„Das Engagement der vielen Vereine, Verbände und sozialen Einrichtungen macht unsere Stadtteile so lebenswert“, betont Oberbürgermeister Claudio Griese. Dieses Engagement wolle die Stadt mit dem Projekt „Hameln k.a.n.(n')s.“ unterstützen.

Ergänzend zu der seit März 2017 mit Claudia Schmidt besetzten Stelle in der Abteilung Stadtentwicklung und Planung zur Projektkoordination der Quartiersentwicklung wurde im Februar dieses Jahres eine Stelle für Gemeinwesenarbeit in der Abteilung Familie und Soziales eingerichtet. Diese Aufgabe wurde von Annkathrin Knorr übernommen. Aus dem Team des „FiZ“ (Familie im Zentrum) ist Dagmar Marschner seit November 2017 mit zehn Wochenstunden ebenfalls für „Hameln k.a.n.(n‘)s.“ tätig. Um auch arabischsprechende Bewohner erreichen zu können, ist Ahmed Ahmed von der IMPULS gGmbH für das Projekt als Dolmetscher tätig. Insgesamt stehen bis Ende 2018 150000 Euro zur Verfügung.

Geplant sind feste Anlaufstellen zur Koordinierung der Gemeinwesenarbeit in den jeweiligen Stadtteilen, die personell in der Trägerschaft und Verantwortung der Stadt Hameln liegen, jedoch bei freien Trägern angesiedelt sind. Neu ist im Rahmen dieses Projektes die Kooperation bei der inhaltlichen Steuerung und Koordinierung. So wird die inhaltliche Ausrichtung dieses Projektes gemeinsam von den Abteilungen Stadtentwicklung und Planung sowie Familie und Soziales übernommen, um das Wissen beider Fachgebiete mit einbeziehen zu können.

Folgende Orte sind als feste Anlaufstellen geplant: Am Kuckuck sollen mit dem Projekt „Hameln k.a.n.(n')s.“ das Kuckucksnestteam von SAM e. V. und der offene Bewohnertreff unterstützt werden, um mit Gemeinwesenarbeit auch weitere Bevölkerungsgruppen zu erreichen. In der Hamelner Altstadt bietet das „FiZ“ eine wichtige Anlaufstelle für Familien in Hameln. Mit der einzurichtenden Gemeinwesenarbeit möchte die Stadt hier weitere Angebote für die Bewohner der Altstadt schaffen, die sich an deren Bedürfnissen orientieren. In der Nordstadt wird das Hamelner Mehrgenerationenhaus e. V. ein Sitz der Gemeinwesenarbeit sein. Es möchte dort einen neuen Standort aufbauen und Ideen der Bürger in die Umsetzung mit einfließen lassen.

Die Südstadt ist einer der am dichtesten besiedelten Stadtteile Hamelns. Hier ist die Unterstützung des Familienbüros und des DRK-Stadtteilprojekts durch die Gemeinwesenarbeit vorgesehen. Zu den ersten konkreten Schritten im Rahmen des Projekts „Hameln k.a.n.(n')s.“ gehört das „Südstadtgespräch“, bei dem sich regelmäßig verschiedene Akteure der Südstadt treffen, austauschen und gemeinsame Projekte planen.

In der Nordstadt hat im August 2017 erstmals ein Nordstadtfest stattgefunden. Zahlreiche Vereine, Gruppen und in der Nordstadt tätige Institutionen hatten mit Unterstützung von „Hameln k.a.n.(n‘)s.“ ein buntes Programm für die Bewohnerinnen und Bewohner des Stadtteils zusammengestellt.

Ansprechpartnerin und Koordinatorin des Projektes „Hameln k.a.n.(n')s.“ ist Claudia Schmidt (Telefon 05151/202-7022).