Voll auf Kurs für die perfekte Welle

Hameln-Pyrmont (mes). Im Mai öffnen die meisten Freibäder in unserer Region. Bevor allerdings ins kühle Nass gehüpft werden kann, müssen die Becken und Liegewiesen auf Vordermann gebracht werden. Derzeit laufen allerorten intensive Vorbereitungsarbeiten auf die kommende Saison. Mit ein bisschen Rasenmähen und Wasser-Einlassen ist es allerdings nicht getan.

Für die „Pyrmonter Welle“ an der Südstraße wird die Open-Air-Saison wohl nicht vor Ende Mai beginnen. Trotzdem wird schon seit geraumer Zeit auf dem Außengelände gewerkelt. „Die Becken werden derzeit gereinigt, Fliesen ausgetauscht und erneuert“, sagt Schwimmmeister Axel Schröder. Darüber hinaus seien die Fachleute mit Reparaturarbeiten beschäftigt – wie in jedem Jahr. „Bislang gab es noch keine Überraschungen“, schmunzelt er. Die würden, wenn, aber auch erst auftreten, wenn die komplette Anlage läuft. „Das wird in etwa zwei Wochen der Fall sein. Dann erst können eventuelle Undichtigkeiten festgestellt werden.“

Bis dahin gibt es noch allerhand andere Arbeiten zu erledigen. Nach der kompletten Grundreinigung sollen kommende Wochen die Startblöcke gereinigt und auf Vordermann gebracht, die Bänke sauber gemacht und das Mobiliar, das im Trockenen überwintert hat, nach draußen gebracht werden. „Die Planschbecken werden vorbereitet und alles wird kontrolliert, was über den Winter stillgelegt war, ob es funktionstüchtig und intakt ist“, so Schröder weiter. Putzmaschinen und Hochdruckreiniger haben in der Pyrmonter Welle also gerade Hochkonjunktur. Insgesamt seien für die vorbereitenden Maßnahmen auf die Freiluftsaison fünf Mitarbeiter im Einsatz, jeweils zwei würden parallel eingesetzt.

Emsig gearbeitet wird auch im Hamelner Südbad. „Wir beginnen mit den Vorarbeiten jedes Jahr Anfang/Mitte März“, gibt Tim Corinth auf Anfrage Auskunft. Der Geschäftsführer der Aquasport Hameln GmbH als Betreiber des Bades hofft, dass die Saison „um Pfingsten herum“ eröffnet werden kann. Bis dahin ist aber noch jede Menge zu tun. So seien beispielsweise zahlreiche Äste in den vergangenen Monaten auf das Gelände gefallen, die beseitigt werden müssen. Zudem gebe es in jedem Jahr Fliesenschäden durch Frost, sodass die betroffenen jetzt ausgetauscht werden. Anschließend werden die Becken komplett gereinigt. Parallel dazu finden Wartungsarbeiten statt. Die Rohrleitungen und Pumpen müssen kontrolliert, die Filteranlagen gespült werden. „Das nimmt schon ein paar Tage in Ahnspruch“, weiß Corinth. Die Wartung betreffe darüber hinaus natürlich auch die Spielgeräte.

Außerplanmäßig seien in diesem Jahr Arbeiten im Eingangsbereich angefallen. „Die Holzbalken, die die Überdachung der Kasse halten, sogenannte Leimbinder, müssen ausgetauscht werden“, so Corinth. Neben Malerarbeiten nahm auch die Rutsche einen Teil der Arbeiten ein. Hier musste die beschädigte PVC-Leitung erneuert werden. Außerdem gibt‘s auch eine neue Telefonanlage. Übrigens: Das Befüllen der Becken mit Wasser dauert 110 bis 120 Stunden! Zwei bis drei Mitarbeiter seien im Einsatz, die die Arbeiten erledigen.

Und Tim Corinth weiß noch eine weitere Neuigkeit zu berichten: Für die Restauration wurde ein neuer Pächter gefunden, der die Gaststätte ganzjährig betreiben möchte.