Klangvolle Konzerte in schönstem Flair

Weserbergland (ey). Runder Geburtstag für eine längst zur großartigen musikalischen Tradition gewordene Errungenschaft: Zum 30. Mal finden in diesem Jahr die Musikwochen Weserbergland statt. Und wieder sind es nicht allein die exzellenten Musiker, die hier brillieren, sondern es sind vor allem auch die Locations, an denen sich die Besucher begeistern. Versprochen, dies wird ein Frühling der Entdeckungen! Zur Eröffnung geht‘s am kommenden Wochenende in die Stiftskirche zu Fischbeck. Könnte es zum Auftakt eine schönere Umgebung geben?

Ein Renaissancekonzert in einem aus dem 11. Jahrhundert stammenden Gotteshaus – hier wird die Musik mit der Capella de la Torre geradezu geheiligt. Und vor dem Konzert können sich Besucher sogar noch auf eine Entdeckungsreise bei einer besonderen Quilt-Ausstellung begeben. Gläschen Wein dazu im Kreuzgang. Es wird ein herrlicher Auftakt für die 30. Musikwochen Weserbergland.

Das Jahresthema „Krieg und Frieden“ erinnert an zwei einschneidende Ereignisse der europäischen Geschichte: Vor 400 Jahren begann der Dreißigjährige Krieg, der weite Landstriche Mitteleuropas entvölkerte, und vor 100 Jahren endete der Erste Weltkrieg, der als Urkatastrophe der Moderne gilt. Die Bitte um Frieden und die Warnung vor Gewalt sind auch in heutiger Zeit hochaktuell und sollen durch diese Musikwochen unterstützt werden.

Die Klosterkirche Amelungsborn, die Petirkirche Halle, das Rittergut Westerbrak oder auch die Marienkirche in Aerzen – bis zum feierlichen Abschluss am Sonntag, 24. Juni, begeben sich Klassikmusik-Fans auf Entdeckungstour sogar über die Grenzen des Landkreises Hameln-Pyrmont hinaus. Weserbergland eben! Es endet nicht mit bestimmten Grenzen, sondern bietet auch im Raum Holzminden/Bodenwerder schöne Touren an. Und weil hier geschichtsträchtige Musik in historischen Gemäuern gespielt wird, ist die Atmosphäre kaum zu überbieten.

Eintrittskarten gibt es nicht, weil alle Konzerte kostenfrei sind. Jedoch bitten die Organisatoren – die evangelisch-lutherischen Kirchenkreise Hameln-Pyrmont und Holzminden-Bodenwerder – um ein „selbstbestimmtes Eintrittsgeld“, das am Ausgang gezahlt wird. Tipp: Nicht kleinlich sein, denn immerhin wollen wir Weserbergländer uns doch nächstes Jahr auch an den 31. Musikwochen erfreuen, oder?