Historisches Sahnehäubchen

Hameln-Pyrmont (ey). Geschichte muss nicht angestaubt daherkommen, noch dazu, weil das Weserbergland doch ohnehin voller spannender Geschichte und Geschichten ist. Jetzt, im Frühling, lässt sich vieles viel einfacher entdecken. Man kann ja sogar mit dem Fahrrad losfahren und zum Beispiel eine Tour Richtung Börry unternehmen, wo das Museum für Landtechnik und Landarbeit manche Überraschung zu bieten hat. Wer weiß denn schon, wie eine Rapsglanzkäferfangmaschine in früheren Zeiten ausgesehen hat und um was für einen Käfer es sich dabei überhaupt handelt? Auf geht’s zur Museumstour – und wer so entspannt durch die Landschaft fährt, entdeckt dabei auch sicher noch ein paar Ziele für einen zünftigen Pausensnack.

Museum Hameln

Auf Säcken sitzen die Zuschauer im Rattenfängertheater des Museums Hameln. Das Leisthaus an der Osterstraße hat nach der Museumsmodernisierung vor einigen Jahren aber noch weitere spannende Momente des Entdeckens zu bieten. Viele Zeitreisen warten auf kleine und große Entdecker. Öffnungszeiten: dienstags bis sonntags jeweils 11 bis 18 Uhr. Verstaubte Vergangenheit? Von wegen! Erst jüngst ist eine Ausstellung mit lebendigen Ratten zu Ende gegangen! Den Tieren ging es gut und geht es auch weiterhin gut. Das ist dann der einzige Unterschied zur Sage von einst …

Heimatmuseum Tündern

Es gibt zahlreiche Heimatstuben und Dorfmuseen, die es zu entdecken lohnt. Deshalb soll das Dorfmuseum in Tündern an der Langen Straße 29a auch nur stellvertretend für sie stehen. Auf dem Hof, der einstmals dem Kraftmenschen von Tündern gehört hat, ist ein Stallgebäude ausgebaut, in dem man in die Geschichte dieses hübschen Weserdorfes eintauchen kann. Führungen auf Anfrage: (05151) 22076.

Druckereimuseum „Die bewegliche Letter“

Von Gutenberg bis ins 20. Jahrhundert – ja, Sie lesen richtig, denn das Druckereimuseum „Die bewegliche Letter“ im Hamelner Hefehof blickt in die alten Zeiten zurück, nicht ins neue Jahrtausend. Ein wunderbarer Ausflug in die Geschichte des Zeitungs- und Buchdrucks. Noch richtig mit Blei versetzt – so muss es sein! Öffnungszeiten: freitags 15 bis 18 Uhr und samstags 11 bis 16 Uhr.

Museum für Landtechnik und Landarbeit Börry

Ein historischer Rundgang durch 200 Jahre Geschichte der Landwirtschaft im Weserbergland erwartet Besucher im Museumsdorf Börry. Das denkmalgeschützte Gebäudeensemble mit Bauernhaus (1818), Scheune (1851), Schafstall, Backhaus und der alten Kirche Niederbörry (1288) wurde von der Gemeinde Emmerthal aufwendig saniert und restauriert. Um die Ausstellungen sorgt sich liebevoll ein Förderverein, der jährlich auch einen Handwerkertag und ein Erntefest im Museum veranstaltet. An diesen Tagen wird auf dem Hof und in den alten Werkstätten wieder wie früher gearbeitet. Öffnungszeiten: samstags 14 bis 17 Uhr, sonntags 10 bis 17 Uhr, Sonderöffnungen in den Sommerferien.

Museum im Schloss Bad Pyrmont

Das Museum im Schloss Bad Pyrmont versteht sich als ein Kommunikationsort, der gleichermaßen den Blick zurück auf die Geschichte des Badeortes wirft, aber auch Fragen der Gegenwart diskutiert. Deshalb gesellen sich zur Dauerausstellung immer wieder neue Sonderausstellungen wie zurzeit „Floating“. Öffnungszeiten des Museums: täglich außer montags 10 bis 17 Uhr.

Heimatstube Frenke

Achtung, Geheimtipp – oder eigentlich auch schon nicht mehr. Jedenfalls ist die Heimatstube Frenke im hübschen Emmerthaler Ortsteil, quasi nur acht Minuten Radweg vom Museum in Börry entfernt, mittlerweile ein richtig hübscher Anziehungspunkt. Und was heißt hier schon Stube: Auf mittlerweile 400 Quadratmetern Fläche hat Wilhelm Hölscher in langen Jahren viele Dinge aus alter Zeit zusammengetragen. Darunter Textilien aus dem 19. und 20. Jahrhundert, eine Kalender- und Schulbuchsammlung, Gegenstände aus Land- und Hauswirtschaft, Handwerkszeug, Spielzeug und vieles mehr. Es gibt sogar jährlich wechselnde Ausstellungen.