Ein Anlaufpunkt für die gesamte Familie

Lügde. Bildung, Betreuung und Erziehung – das sind die klassischen Aufgaben von Kindertagesstätten. Im Süden von Lügde wollen drei Kitas nun mehr: Die Johanniter-Kita „Burg Adebar“ in Elbrinxen sowie die kommunalen Kitas Falkenhagen und Sabbenhausen wollen ein Anlaufpunkt für die gesamte Familie werden und allen Familien im Einzugsgebiet mit Rat und Tat zur Seite stehen, unabhängig davon ob und in welche Kita die Kinder besuchen. Der Jugendhilfe-Ausschuss des Kreises Lippe genehmigte nun ihren Antrag und gab damit den Startschuss für das „Familienzentrum Lügde Südstadt“. „In der Kernstadt verfügen wir bereits über ein Familienzentrum, das von den dortigen Familien gut angenommen wird. Ich bin guter Dinge, dass diese Erfolgsgeschichte nun fortgeschrieben wird und wir gemeinsam mit den Johannitern ein wichtiges Angebot für Familien in unseren eingemeindeten Dörfern ins Leben rufen“, erklärt Lügdes Bürgermeister Heinz Reker.

Familienzentren stellen ein weites Spektrum an Angeboten zur Beratung, Unterstützung und Bildung für Familien bereit. So können sich Eltern in offenen Sprechstunden in den drei Kitas zur Erziehungsfragen beraten lassen. Auch bei Eheproblemen ist das Familienzentrum Anlaufstelle. Wenn die Mitarbeiter der Kitas nicht selbst helfen können, können sie Ansprechpartner von Beratungsstellen, Therapeuten, Ärzten oder Behörden weitergeben. Die drei Kitas im Familienzentrum werden auch – teilweise zusammen mit Kooperationspartnern – Bildungskurse, Themenabende oder ein offenes Eltern-Café für Eltern mit Kindern unter drei Jahren anbieten.

„Durch den Verbund unserer drei Kitas ist in der Gesamtheit eine Fülle von Spezial- und Fachwissen bereits vorhanden, das eine Kita alleine gar nicht anbieten könnte“, freuen sich die Kita-Leiterinnen Beate Deppenmeier, Martina Deppenmeier und Elke Neubacher. So seien unter den 33 Mitarbeitern unter anderem Heilpädagogen, Psychomotoriker für Frühförderung, Fachkräfte für Sprachförderung, Kinderschutz, Musik oder Integration. Familienzentren werden in NRW vom Ministerium für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport des Landes finanziell gefördert. Insgesamt 14000 Euro werden an das „Familienzentrum Lügde Südstadt“ fließen.