Das Licht geht neue Wege

Bad Pyrmont (mes). Was Kurdirektor Maik Fischer bereits vergangenes Jahr als Möglichkeit anklingen ließ, bewahrheitet sich: Zum Goldenen Sonntag am 2. September gesellt sich in diesem Jahr ein Stück „Illumina“. „Wir haben das Programm angepasst und in der künstlerischen Gestaltung viel verändert“, sagte er gestern bei der Vorstellung. Trotzdem wolle man die Tradition dieses besonderen Lichterfests nicht außer Acht lassen – und deshalb werde das Thema Licht in den Fokus gerückt.

„Statt eines Stargasts gibt es die Udo-Jürgens-Tribute-Show ‚SahneMixx’ in der Konzertmuschel“, geht Veranstaltungs- und Marketingleiterin Silke Schauer ins Detail. Sie soll eine der besten Covershows mit den Songs des beliebten Entertainers sein, der sie noch zu Lebzeiten selbst autorisiert habe. Die Gäste finden an dieser Location aber auch Traditionelles wieder: Zum Beispiel startet dieser Spielort, der sich eher an die ältere Klientel richtet, wie gewohnt mit Operetten- und Musicalmelodien; später am Abend wird es hier auch den Großen Zapfenstreich mit dem Blasorchester Langenhagen und der Bad Pyrmonter Schützengesellschaft geben.

Auf eine Zeitreise in die 1950er-Jahre nimmt die Pyrmonter Theater Companie die Besucher im Palmengarten mit, das Refugium lockt mit artistischem Theater samt Schwungtrapez, und an der Springbrunnenallee verblüfft ein „Fünf-Rad-Act“ mit Björn de Vil. Für die jüngeren Gäste wird mit der NDR1-Disco-Bühne ab 15 Uhr ordentlich Partystimmung geboten.

Zurück zu den Veränderungen: Das Team des Staatsbades hat gemeinsam mit Wolfram Lenssen, Regisseur der „Illumina“, ein neues Illuminationskonzept für den Goldenen Sonntag entworfen. Unter dem Motto „Licht- und Schattenspiele“ wird es neue Motive und Legemuster zu entdecken geben. „Die Idee war, einzelne Kurpark- und Pyrmont-Elemente mit Licht darzustellen“, so Michael Mäkler, Gärtnermeister des Staatsbades. So werden die Gäste auf der einen Wiese eine Palme, bestehend aus Teelichtern, vorfinden, dort das Lebensrad mit den vier Elementen, die leuchtende Spiegelung des Erdbeertempels oder auch das Pyrmonter Kreuz. Auch der Malerblick wird mit Licht inszeniert. Ganz anders wird sich der Palmengarten präsentieren: Setzt das Staatsbad-Team bei den anderen Orten auf Licht aus Fackelschalen, Teelichtern, Lampions und Kerzen, wird der Raum hier ausschließlich technisch inszeniert.

Darüber hinaus können die Besucher sogar mitgestalten: Auf einer „Community Wiese“ besteht die Möglichkeit gegen eine Spende eigene Motive zu legen und diese in den sozialen Medien zu posten. Unterstützt wird diese Aktion vom Service-Club Soroptimist International, der die Einnahmen einem guten Zweck zuführen wird. „Drei seiner Projekte werden auch vor Ort vorgestellt“, ergänzte Silke Schauer.

Der Goldene Sonntag beschreitet somit einen neuen Weg. Einen Weg, der auch potenzielle neue Zielgruppen anlocken soll. Denn auch die Zeiten wurden geändert, so Fischer: „Die Zeiträume sind jetzt kompakter, der Beginn wurde auf 14 Uhr gelegt.“ Und das abschließende Feuerwerk werde früher geschossen, damit es auch Familien mit kleineren Kindern genießen können.

Am Eintrittspreis hat sich indes nichts geändert: Karten beziehungsweise Bändchen gibt es ab sofort im Vorverkauf in der Wandelhalle und der Touristinfo zu je 12, an der Abendkasse zu je 15 Euro (Schüler, Studenten und Azubis zahlen 5 beziehungsweise 7 Euro, Kinder bis fünf Jahren haben freien Eintritt). Bleibt nun nur noch zu hoffen, dass das Wetter mitspielt, weder zu nass noch zu trocken ist. Wäre doch schade, wenn das musikalische Höhenfeuerwerk nicht geschossen werden könnte, wie jüngst beim Kleinen Fest. „Wir haben das Szenario auf dem Schirm“, meinte Maik Fischer dazu…