Dorf-Duo mit Flair

Lachem/Fuhlen (ey/LD). „Kunst im Weg“ ist ein bemerkenswertes Projekt. Bemerkenswert nicht allein ob der Tatsache, weil hier ein Dutzend Künstler, die teils einen langen Weg auf sich genommen haben, weil sie aus ganz anderen Regionen Deutschlands kommen, teilnehmen. Bemerkenswert ist das Projekt des Culturvereins Hessisch Oldendorf auch deshalb, weil es Dörfer zu Bühnen für Fotografie, Plastiken, Malerei macht. Im weitesten Sinne: gestaltende Kunst, die geradezu symbiotisch mit ihrer Umgebung in Scheunen, hinter alten Fachwerkmauern oder mit der Natur verschmilzt.

Mit anderen Worten: Eine Win-win-Situation für Entdecker und Kunstschaffende. Denn hier nehmen beide zueinander Tuchfühlung auf, umworben vom unvergleichlichen Flair der beiden Dörfer Fuhlen und Lachem. „Zum vierten Mal findet das ’Kunst im Weg’-Projekt statt. Großenwieden und Welsede waren auch schon Teil dieser Veranstaltung, jetzt mal wieder Fuhlen und Lachem“, sagt Barbara Jahn, die zusammen mit Britta Samsen-Huch federführend für „Kunst im Weg“ ist.

Das Besondere bei Lachem und Fuhlen ist, dass sie über einen mittlerweile nahezu verkehrsruhenden Wirtschaftsweg verbunden sind und auf diese Weise vor allem auch Radfahrern und Wanderern zwischen den Dörfern das Entdecken der Kunst einfach macht. Entschleunigung auf kulturelle Weise. Außerdem findet die Vernissage der beiden besonderen Tage bei Friedrich Heißmeyer, bekannter Bildhauer, Maler, Keramiker und Grafiker aus Lachem, statt. „Ein Wochenende lang die Dörfer als Ausstellungsplatz zu nutzen und ihre Arbeiten einem breiten, neugierigen Publikum zu präsentieren, ist wundervoll. Dabei entdecken viele die Kunst mal komplett anders und neu; vertraut erscheinende Plätze, Straßen und Orte werden ihnen neue Sichtweisen bieten“, heißt es aus den Reihen des Culturvereins. Die Künstler sind am Ausstellungswochenende anwesend, erklären ihre Werke, ihr Vorgehen.

Und nicht zu vergessen wäre da noch das leibliche Wohl: Die Lachemer- und Fuhler Dorfgemeinschaft sorgen mit Kaffee und Kuchen sowie herzhaften Spezialitäten aus der Region dafür, dass kein Kunstentdecker hungern muss.