Durch den Schlamm

Hameln (hek). Hand aufs Herz: Wer hat nicht den Kopf geschüttelt, als er erstmals im Fernsehen Bilder aus England von Sportwettkämpfen in Schlamm und Dreck sah! Wie kann man nur ... Längst sind Events dieser Art auch hierzulande angekommen. Bestes Beispiel: der Klüt-Trail-Run des TC Hameln, der am kommenden Sonntag präsentiert von Hallo zum Sonntag und der Sparkasse Hameln-Weserbergland bereits zum sechsten Mal gestartet wird und so gefragt ist, wie nie zuvor: Alle Rennen sind ausgebucht. Grund zur Freude für die Verantwortlichen beim TC Hameln, beim 1. Vorsitzenden Dr. Wolfgang Kurbjuhn und bei Geschäftsführer Miroslaw Warchol. Denn was 2013 im Kleinen begann, ist zur Trend-Großveranstaltung mit überregionaler Beachtung geworden.

Wurde die Premiere des Klüt-Trails noch am Finkenborn gestartet, so ist seit vier Jahren das Areal am Rennacker zwischen TC-Sportplatz, Kleingärtnern und Weserwiesen zum Tummelplatz der Trail-Enthusiasten geworden. „Der Wechsel aus dem Wald hierher“, macht Miroslaw Warchol klar, „ist selbstverständlich auch dem Naturschutz geschuldet“. Denn, so der Diplom-Sportlehrer, für einen Querfeldein-Parcours müssten viele Hindernisse installiert werden, und das erfordere zumeist auch einen Eingriff in die Natur. Zudem habe der neue Austragungsort selbstverständlich große organisatorische Vorteile. „Der Aufbau der Hindernisse ist hier weit einfacher“, unterstreicht Dr. Wolfgang Kurbjuhn. „Unsere vielen ehrenamtliche Helfer haben allerdings auch so schon ein Riesenpensum zu leisten.“ Insgesamt gut 50 sind mit dem Trail beschäftigt. „Ein tolles Team“, lobt der Vorsitzende. „Viele sind schon von der ersten Stunde an dabei und ein jedes Mal mit ansteckender Begeisterung“. Insgesamt müssen allein bis zum ersten Start am Sonntag, 12 Uhr, 20 Hindernisse aufgebaut und hergerichtet werden, und das bedeutet zwei Tage Schwerstarbeit.

Für den TC Hameln und seinen derzeit 2170 Mitgliedern zählt der Klüt-Trail-Run inzwischen zu den Top-Ereignissen im Jahreskalender. Auch weil er typisch für das Breitensportangebot des Vereins ist. Geschäftsführer Miroslaw Warchol: „Bei diesem Lauf zählen der Spaß und das Bewältigen der Strecke inklusive aller Hindernisse. Alle Teilnehmer sind Gewinner. Keiner wird zurückgelassen, ist das Motto! Sich gegenseitig helfen und das Ziel gemeinsam erreichen, darum geht es!“ Und Dr. Kurbjuhn ergänzt: „Der Klüt-Trail-Run bietet Tugenden, die nur der Sport bietet: Zusammenhalt, Durchhaltevermögen und das an die eigene Leistungsgrenze gehen!“ Zwischen zwei und 21 Kilometer lang sind die Strecken. So ist für jeden etwas dabei, für Familien ebenso wie für Freaks und ganz harte. Den Auftakt macht um 12 Uhr der Family-Trail (2 km), dem folgen um 12.30 Uhr der Freaky-Trail (21 km mit Sonderstreckenabschnitten) und um 13.30 Uhr der Everybody-Trail (6 km) und der Strongest-Trail (12 km).