Neue Ideen für Beach Bar

Hameln. Kurz nachdem die Beach Bar in Hameln Anfang Juni offiziell eröffnet wurde, ziehen dunkle Wolken auf – und es regnet in Strömen. Schlechte Vorzeichen? Ganz und gar nicht, wie sich knapp fünf Monate später zeigt. Betreiber Timo Drollinger kann auf einen Bilderbuchsommer zurückblicken, der ihm und seinem Team eine sonnige erste Saison beschert hat. „Wir sind happy“, sagt Drollinger. „Das Wetter war ein großer Unterstützer.“ Dabei war das Risiko immens.

Drollinger musste eine Summe im „oberen fünfstelligen Bereich“ investieren, wie er sagt. Dazu kam die Miete an die Hameln Marketing und Tourismus GmbH (HMT), die die Fläche zwischen der Rattenfänger-Halle und dem Dampferanleger verpachtet. Auch die Nachtwache musste bezahlt werden. Doch neben dem Wetter spielten auch die Hamelner mit: „Sie haben die Beach Bar gut angenommen. Das hat uns beflügelt“, so Drollinger.

Eine offizielle Auswertung der Besucherzahlen gibt es noch nicht. „Aber es war eine gute Mischung aus Stammkunden und Touristen“, sagt Betriebsleiterin Tatjana Schäfer. „Wir haben gemerkt, dass einige Besucher von der Schifffahrt kamen oder von einer Stadtführung mit dem Rattenfänger.“ Was die Gäste von „The Heach“ am liebsten getrunken haben? „An erster Stelle steht Bier, dann folgen Cocktails und auf dem dritten Platz liegt Limonade“, berichtet Drollinger, der das Konzept für die Beach Bar innerhalb kürzester Zeit entwickelte.

„Wenn man berücksichtigt, wie wenig Vorlaufzeit der Betreiber hatte, hätte man damit rechnen können, dass nicht alles perfekt läuft“, meint Stadtsprecher Thomas Wahmes und fügt gleich hinzu: „Aber das Gegenteil war der Fall.“ Die Stadt sei sehr zufrieden mit der ersten Saison. „Man sieht: In Hameln geht was“, sagt Wahmes, der zugleich das Gesamtkonzept für das Weserufer im Blick hat. Seitens der Stadt seien durch die Beach Bar außer einem Wasseranschluss keine zusätzlichen Kosten entstanden. Ein Stromanschluss, der in dieser Saison nicht eingerichtet wurde, soll hinzukommen. „Wir sind glücklich, dass es im nächsten Jahr weitergehen kann“, betont Wahmes.

Drollinger hat bereits Interesse signalisiert, das Projekt 2019 fortführen zu wollen. Stadtmanager Dennis Andres, der sich ebenfalls sehr zufrieden mit der ersten Saison zeigt, meint: „Von unserer Seite spricht nichts dagegen. Wir können positiv ins nächste Jahr schauen.“

Timo Drollinger jedenfalls hat schon einige Ideen, die er im nächsten Jahr umsetzen möchte. Mehr Veranstaltungen soll es geben, vielleicht ein zusätzliches Sonnensegel oder ein Beachvolleyballfeld. Nach der guten, aber auch anstrengenden Saison freut sich der Betreiber jetzt jedoch erst mal auf seinen Urlaub.