„Bad Pyrmont funktioniert nur im Gesamtpaket“

Bad Pyrmont. Der Vorsitzende der Werbegemeinschaft Bad Pyrmont, Helmut Fahle, hat an alle Akteure der Kurstadt appelliert, noch enger zusammenzurücken und zusammenzuarbeiten. „Bad Pyrmont funktioniert nur im Gesamtpaket“, sagte er vor Mitgliedern der Gemeinschaft bei einer Versammlung am Montagabend im „C’est la vie“. Ein Kur-, Erholungs- und Urlaubsort brauche vor allem einen funktionierenden Einzelhandel, eine gute Gastronomie, ein gutes Angebot an Hotels und Pensionen und Veranstaltungen.

Fahle zeigt sich überzeugt, dass die Innenstadt als Einkaufsort trotz aller Probleme und Schwierigkeiten eine Zukunft habe. „Die Innenstadt als Erlebnispark, der Innenstadtbesuch als Event – das funktioniert nur mit gemeinsamen Marketingaktionen, abgestimmten Öffnungszeiten und einem individuellen Branchen-Mix. Dabei kann und muss auch die Politik mitgestalten.“ Dass sich der Einzelhandel gegen den Online-Handel behaupten müsse, sei ein Fakt, auch wenn der Verkauf über Internet nicht mehr so schnell wachse wie bisher. Aber zum Einkaufen gehöre auch der soziale Aspekt und darum sei nicht der Online-Handel die Konkurrenz, sondern die nächste Innenstadt.

Seit 14 Jahren steht Fahle an der Spitze der Werbegemeinschaft, der aktuell 107 Mitglieder angehören. „Ganz viel mehr werden es auch nicht werden“, stellte er fest, erinnert aber zugleich daran, dass es bei seinem Amtsantritt nur 60 Mitglieder gewesen seien. „Wir haben in dieser Zeit viel geschafft“, warf er einen Blick zurück. Nicht nur die regelmäßige Ausrichtung von jährlich sechs verschiedenen Märkten in der Fußgängerzone kann er dazuzählen, sondern auch die Einführung des Geschenkegutscheins. 31346 Exemplare im Wert von 402290 Euro seien seit Dezember 2013 verkauft worden, berichtet er. Eingelöst worden seien bisher fast 300000 Euro. Das stärke ganz konkret den Wirtschafts- und Einkaufsstandort Bad Pyrmont. Die Werbegemeinschaft sieht er als Teil eines funktionierenden Netzwerkes. Die Themen Brandschutz und Tourismusbeitrag hätten die Gemeinschaft noch enger mit der Bad Pyrmont Tourismus (BPT) und dem Kur- und Verkehrsverein (KVV) zusammengeschweißt, sagte Fahle und bezog in das Netzwerk ausdrücklich den Fürstentreff ein, der mit zwei Veranstaltungen jährlich für ein Alleinstellungsmerkmal Bad Pyrmonts sorge. Auch die Zusammenarbeit mit Stadt, Staatsbad und AIBP lobte er.

Der Vorstand wurde einstimmig für zwei Jahre wiedergewählt. Lediglich KVV-Chefin Martina Tigges-Friedrichs stand als Beisitzerin nicht mehr zu Verfügung. Sie wurde von BPT-Chef Karsten Stahlhut abgelöst.