Päpstin kommt zur dritten Krönung

Hameln (mes). Noch ist der „Medicus“ nicht ins Theater Hameln eingezogen, da lassen die Hameln Marketing & Tourismus GmbH (HMT) und die Spotlight Musicals GmbH schon die nächste Katze aus dem Sack: Für die übernächste Musical-Spielzeit kehrt „Die Päpstin“ zurück ins Theater Hameln. Geplant sind 22 Shows vom 13. bis 31. Dezember 2019.

„Gewünscht und geliefert“, so bringt es Harald Wanger auf den Punkt, steht das Stück doch bei den Fans und Musical-Besuchern ganz oben auf der Wunschliste. Der HMT-Chef freut sich, dass es gemeinsam mit dem Theater und Spotlight Musicals aus Fulda gelungen ist, dieses Stück nach 2012 und 2013 wieder in die Rattenfängerstadt zu holen – mit der „Original-Cast“, wie Spotlights-Geschäftsführer Peter Scholz verkündet. Einige Veränderungen seien in die Inszenierung eingearbeitet worden. Sie „wurde mit neuen Bühnenbildelementen und prägnanten Animationen stark aufgewertet“, betont Scholz. „Wir haben jetzt sogar Raben zum Fliegen gebracht“, fügt er hinzu.

Insgesamt sei in die optische Überarbeitung ein sechsstelliger Betrag investiert worden. Dazu soll es ein neues Lichtdesign und ein neues musikalisches Arrangement geben. Mit Erfolg: In Fulda ist die überarbeitete Version in diesem Jahr umjubelt über die Bühne gegangen. Fazit: Bei den „Da Capo“-Musical-Awards, einem der größten deutschsprachigen Musical-Fachmagazine, gewann die „Päpstin“ gleich mehrere Preise.

„Die bildstarke opulente Inszenierung begeistert und ist ein Genuss auf ganzer Linie“, sagt auch Hamelns Theaterdirektor Wolfgang Haendeler. Ebenfalls positiv sieht er die gewählte Spielzeit. „Wir haben den Grundstock gelegt für den Dezember, das kommt gut an“, meint er. Auch Harald Wanger und Stadtmanager Dennis Andres erachten den Zeitraum als „ideal“. Wanger spricht von einem „Alleinstellungsmerkmal gegenüber anderen Städten“. Die Übernachtungsindustrie profitiere davon ebenso, kämen doch circa 90 Prozent der Musical-Besucher von auswärts. 3500 Gästeübernachtungen würden etwa eineinhalb Millionen Euro Umsätze bedeuten.

Die spannende, mittelalterliche Geschichte der „Päpstin“ zieht seit ihrer Welturaufführung im Jahr 2011 in Fulda die Besucher in ihren Bann. Mehr als 250000 Menschen haben das Musical seither gesehen. Es wird in höchsten Tönen gelobt. Allein in Hameln sahen knapp 35000 Besucher das Stück. In Fulda hatte es jüngst zwei Jahre pausiert – und als es für dieses Jahr dann endlich wieder auf dem Spielplan stand, seien die Vorstellungen, laut Peter Scholz, schnell ausverkauft gewesen.

Hameln geht also einen weiteren Schritt Richtung etablierter Musical-Stadt. Laut Harald Wanger sei dabei vor allem wichtig, „am Ball zu bleiben“ und sich mit dem Angebot keine allzu langen Auszeiten zu erlauben. Als Nächstes steht nun erst einmal der „Medicus“ auf dem Spielplan, der Freitag, 14. Dezember, Premiere im Theater Hameln feiern wird. Der Vorverkauf läuft laut Harald Wanger gut.